Das Siebdruckverfahren ist ein bekanntes Verfahren zum Bedrucken von Papier, Karton, Textilien oder Kunststoff. Bei dieser Art des Druckens kommt ein besonders feinmaschiges Gewebe zum Einsatz, das in der Regel aus Nylon oder Polyester besteht. Aufgespannt auf einen Rahmen aus Aluminium oder Holz bildet es den sogenannten Siebdruckrahmen.

Auf den Siebdruckrahmen lässt sich anschließend eine fotosensitive Emulsion auftragen, die sogenannte Kopierschicht. Diese trocknet nach und nach und härtet bei der anschließenden Bestrahlung mit UV Licht aus. Wie aber kann auf diese Weise ein Bild entstehen?

Eine Schablone aus dem Siebdruckrahmen anfertigen

Mit Hilfe des Siebdruckverfahrens lassen sich tolle Bilder entwerfen. Hierfür gilt es, nicht erst abzuwarten, bis die Fotoemulsion ausgehärtet ist, sondern vorher in den Belichtungsprozess einzugreifen: Die Skizze eines Bildes wird auf den beschichteten Siebdruckrahmen gelegt. Die UV Strahlen härten alle Stellen auf dem Rahmen, die nicht von der Skizze bedeckt sind, aus. Dort, wo die Emulsion aufgrund fehlender UV Strahlung nicht trocknen konnte, lässt sie sich mit Wasser aus dem Sieb entfernen – und schon ist eine Schablone entstanden. Diese lässt sich nun verwenden, um beliebige Materialien zu verzieren.

Farbe mit der Rakel durch den Rahmen und auf den Untergrund pressen

Die Art der verwendeten Farbe richtet sich nach der Art des zu bedruckenden Untergrunds. Für Stoffe unterschiedlichster Art kommt zum Beispiel immer eine spezielle Textilfarbe zum Einsatz. Diese wird über den Rahmen, der auf dem zu bedruckenden Stoff liegt, gegossen und mit einer Siebdruckrakel durch die Schablone gedrückt. Zu guter Letzt gilt es, den Rahmen vom Stoff herunterzunehmen und ihn zum Trocknen beiseitezulegen. Nachdem die Farbe eingezogen ist, lässt sich der bedruckte Stoff für verschiedenste Zwecke verwenden.

Bildquelle: © Andrea Sachs – Fotolia.com

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