Tinte ist nicht gleich Tinte!

12. November 2012

Tinte, die in der heutigen Zeit die Patronen eines Druckers füllt, hat rein gar nichts mit der blauen oder schwarzen Flüssigkeit zu tun, die in einem Füllfederhalter oder einem kleinen Tintenfass zu finden ist. Druckertinte muss hochwertig sein und viele unterschiedliche Anforderungen erfüllen, damit sie wirklich für einen Druckvorgang geeignet ist.

Viele Hersteller halten die Rezeptur ihrer Tinte sogar geheim, um zu vermeiden, dass Zweithersteller ein leichtes Spiel bei der Nachahmung originaler Patronen haben und ihre kompatiblen Produkte zu günstigeren Preisen vertreiben.

Nicht jede Tinte eignet sich für jeden Drucker

Grundsätzlich gilt: Nicht jede Tinte eignet sich auch für jeden Drucker. Tinte, die in einem Gerät zum Einsatz kommt, das unzählige Seiten pro Minute bedrucken kann, eignet sich nicht unbedingt auch für ein Gerät, das lediglich für den Druck von Bildern, Grafiken und Fotos vorgesehen ist. Für den Druck zahlreicher Textseiten muss sie besondere Fließeigenschaften haben, während für den Druck von Bildern eher die Tiefe und die Brillanz der Farbe von Bedeutung sind.

Druckertinte besitzt viele praktische Eigenschaften

Tinte dient jedoch nicht nur der Färbung von Papier, sondern muss noch viele weitere – vor allem praktische – Eigenschaften besitzen. Beispielsweise fungiert sie in Druckern, die mit Hilfe des thermischen Druckverfahrens arbeiten, als Kühlmittel für den Druckkopf. Dieser kann Temperaturen von bis zu dreihundert Grad erreichen. Ist hier kein passendes Kühlmittel vorhanden, kommt es zu einer Überhitzung und zum Verschmelzen der einzelnen Drüsen am Druckkopf.

Mindestens genauso wichtig wie der Schutz vor einer Überhitzung ist auch der Schutz vor Rost. Da Druckertinte Lösungsmittel und Wasser enthält, könnte es leicht zu einem Verrosten des Druckkopfes kommen. Um dies zu vermeiden, fügen Hersteller ihrer Tinte ein zusätzliches Rostschutzmittel bei. Neben diesem enthält Druckertinte außerdem eine keimtötende Substanz. Diese sorgt dafür, dass der Tintenschwamm, der bei der Reinigung des Druckkopfes zum Einsatz kommt, stets frei von Bakterien und Keimen bleibt, um auf lange Sicht keine gesundheitlichen Schäden zu verursachen.

Bildquelle: © DouDou – Fotolia.com


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