Fertige Tinte gibt es erst seit einigen Jahrzehnten zu kaufen. Früher mischten sich die Menschen die Tinte selbst an. So auch zu Zeiten Goethes – aus seiner Feder mit selbstgemischter Tinte gibt es noch eine Menge Briefdokumente, die vom Schreibeifer in der damaligen Zeit zeugen. So glaubten die Menschen damals, dass einzig der Brief das Zeug hätte, die Zeiten ewig zu überdauern.

Tinte hat die Jahrzehnte überdauert

Heute wissen wir es besser, denn die Kommunikation hat sich in den letzten Jahren doch erheblich verändert. Spielen heute mit Tinte selbstverfasste Briefe eher eine Nebenrolle, so haben SMS, E-Mail und die sozialen Medien doch die Welt weitestgehend fest im Griff.

Gänsekiel und Füllfederhalter brauchen Tinte

War es noch im 19. Jahrhundert völlig normal mit Gänsekiel und Tintenfass ausgerüstet, einen Brief zu verfassen, war Jahrzehnte später der Füllfederhalter das angesagte Schreibgerät seiner Zeit. Als dann der Kugelschreiber von Amerika aus auch die deutsche Schreibkultur eroberte, war die Entzückung der Autoren und Schreiber groß. Immer aber spielte Tinte eine Hauptrolle, denn die Flüssigkeit war und blieb das wichtigste Mittel, um Schrift auf Papier sichtbar zu machen.

Als dann die Schreibmaschine ihren Siegeszug antrat, revolutionierte diese Maschine sämtliche Büroarbeiten. Wer heute noch eine Schreibmaschine kennt und vielleicht sogar mit ihr gearbeitet hat, weiß, dass auch hier ohne ein Farbband das Aufbringen von Schrift nicht möglich war. Farbbänder sind auf Rollen gewickelte Stoffbänder, die mit Tinte vollgesaugt sind. Wenn jetzt die Buchstaben an dieses Stoffband schlagen, drückt sich der Buchstabe auf das dahinterliegende Papier durch. So entsteht dann die Schrift.

Farbband und Tintenpatrone

Als dann der Computer Einzug in die Büros und privaten Haushalte hielt, war die Ablage der Daten noch weiter vereinfacht worden. Das alles hat aber nichts damit zu tun, dass weiterhin Tinte gebraucht wird. Kein Drucker, der nicht ohne Tinte oder Toner funktioniert! So hat die Tinte die Jahrzehnte unbeschadet überstanden und ist auch im Zeitalter der Digitalisierung immer noch der Stoff, der dafür sorgt, dass schöne Briefe und Ausdrucke möglich sind!

Bildquelle: © Sergey Yarochkin – Fotolia.com


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