Tinte gehört für viele Menschen nicht nur in den Drucker oder den Füllfederhalter, sondern in die Haut – in Form von Tätowierungen. Bereits vor mehr als siebentausend Jahren ließen sich die indigenen Völker im südamerikanischen Chile Farbe in die Haut stechen. Auch Ötzi, der Mann, dessen mumifizierter Leichnam in einem Gletscher gefunden wurde, hat seinen Körper vor über fünftausend Jahren mit Tätowierungen geschmückt.

Tattoos sind also ein ziemlich alter Hut. Dennoch begeistern sie auch heute noch zahlreiche Menschen. Was aber ist dran an diesen Bildern aus Tinte?

Tinte in der Haut hält eine Ewigkeit

Viele Tattoos sind längst kein Zeichen von Individualität mehr: Sternchen, gezackte Tribals oder chinesische Schriftzeichen zieren die Körper zahlreicher Menschen. Viele von ihnen bereuen ihre Tätowierung mit der Zeit und wünschen sich, die Tinte in der eigenen Haut möge endlich verschwinden. Mit viel Geld, genügend Zeit und einer gehörigen Portion Glück ist dies sogar machbar: In einer speziellen und lang angelegten Lasertherapie lassen sich lästige Tätowierungen theoretisch entfernen. In der Realität jedoch ist eine solche Behandlung meistens mit großen Schmerzen und hässlichen Überbleibseln verbunden, zum Beispiel in Form von verblasster Tinte oder unschöner Narben.

Tätowieren lassen? Nur aus Überzeugung!

Die Tatsache, dass der Gang zum Tätowierer eine Entscheidung für’s Leben ist, schreckt einige Menschen ab, reizt andere dafür aber umso mehr. Völlig unbeeindruckt bleiben meistens diejenigen, die ihr Tattoo nicht als bloßen Modetrend sehen, sondern sich aus Überzeugung ein Bild in die Haut stechen lassen. Denn dies sollte der einzige Grund für eine Tätowierung sein. Wer sich für ein Bild entscheidet, das mit einer schönen Erinnerung verbunden ist oder eine ganz persönliche Bedeutung besitzt, anstatt ein aktuell angesagtes Motiv zu wählen, das in zwei Monaten wahrscheinlich völlig out ist, hat alles richtig gemacht.

Bildquelle: © magann – Fotolia.com

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