Siezen oder duzen – das ist in vielen Bereichen des menschlichen Alltags eine wichtige Frage. Jede Anrede drückt eine entsprechende Beziehung zu dem Angesprochenen aus und nicht immer wählen Personen die für die Situation passende Anrede. Beim ‘Du’ signalisiert der Sprecher Nähe und Vertraulichkeit, mit einem ‘Sie’ dagegen eher Distanz und Förmlichkeit. Aufgrund dieser Zuordnung ist ‘Du’ vor allem im Privatleben üblich und ‘Sie’ in der Arbeitswelt. Insbesondere beim Gespräch mit einem Vorgesetzten oder auch mit einem unbekannten älteren Menschen gehört es zum guten Ton, das ‘Sie’ zu verwenden. Benutzen Personen in solchen Situationen das ‘Du’, dann gilt dies häufig als Zeichen fehlenden Respekts.

Wer miteinander arbeitet, hört gerne ein Du

Doch immer mehr ist es auch in der Arbeitswelt üblich zu duzen – und das beinahe jeden. Vor allem wenn zwischen Angestellten und dem Arbeitgeber ein nicht allzu großer Altersunterschied besteht, kommt es häufiger vor, dass diese sich untereinander duzen. Allerdings ist dabei auch zwischen unterschiedlichen Branchen zu unterscheiden. In den Medien, der Werbung oder der Computerbranche ist die Verwendung von ‘Du’ häufiger als bei Banken, Versicherungen oder in einer Kanzlei.

Auch auf den Altersunterschied achten

Bevor sich Personen für eine Anredeform entscheiden, sollten diese darauf achten, wie die Kollegen oder allgemein Menschen in ihrem Umfeld damit umgehen. Das ist besonders beim Umgang unter Kollegen hilfreich. Beim Vorgesetzten sollten Arbeitnehmer aber abwarten, ob dieser ihnen das ‘Du’ anbietet oder nicht. Doch es ist immer zu berücksichtigen, dass auch beim duzen Höflichkeit und Respekt unbedingt angebracht sind. Auf dem sicheren Weg sind Unschlüssige immer bei der Benutzung vom ‘Sie’. Bietet dann jemand das ‘Du’ an, ist die Frage nach der Anrede geklärt. Nach wie vor gilt jedoch, dass der oder die Ältere dem Jüngeren das “Du” anbietet und nicht andersrum.

Bildquelle: goodluz – Fotolia.com


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