Kennen Sie das Problem? Sie wohnen in einer der ländlichen Regionen Deutschlands und benötigen eine schnelle Internetleitung? Gerade für Selbstständige, Unternehmer des Mittelstands oder Angestellte im Home-Office ist dies ein großes Problem.

Schneller Internetzugang dank LTE

Der Grund: Den ländlichen Bereich mit hochmodernen Kabelnetzen zu versorgen, war einfach nicht lukrativ. Zu hohe Investitionskosten bei zu wenigen potenziellen Kunden. Das Ergebnis der jahrelangen Sparpolitik der Telekommunikationsbranche ist eine sehr schlechte Internet-Infrastruktur. Auch Privathaushalte müssen, dank fehlender Bereitbandanbindung, auf flüssige Videos und größere Downloads aus dem Internet verzichten.

LTE ist bis zu 300 mal schneller als DSL

Abhilfe bei einem langsamen DSL-Anschluss, der meist in ländlichen Gebieten nicht die Geschwindigkeit von einem Megabit überschreitet, schafft hier die LTE-Technik. Mit bis zu 300 Megabit pro Sekunde ist dieser Mobilfunkstandard in der Lage, sehr große Datenmengen in kürzerster Zeit zu verarbeiten.

Einige Konjunkturprogramme der Politik haben dazu beigetragen, dass eine nahezu flächendeckende Verfügbarkeit von LTE, in ganz Deutschland, gegeben ist. Die LTE-Anbieter bedienen sich, in ländlichen Bereichen, der alten analogen Fernseh-Frequenzen im Bereich 800 Megahertz.

LTE für jedermann

Da LTE ein Mobilfunkstandard ist, profitieren fast alle ländlichen Haushalte und Unternehmen von dieser Technologie. Ein spezieller LTE-Router wandelt die Funksignale um und stellt allen Geräten das super schnelle Internet zur Verfügung. Somit sind Filme in HD-Qualität, Onlinespiele und größere Downloads ohne Einschränkungen möglich. Einzige Voraussetzung ist ein in der Nähe befindlicher LTE-Funkmast.

Höhere monatliche Kosten mit Volumenbegrenzung

Ein Wermutstropfen sind die monatlichen Kosten. Die LTE-Anbieter lassen sich die schnellen Internetzugänge gut bezahlen. Sicherlich sind die hohen Investitionskosten für die Unternehmen ein Grund dafür. So haben 2010 die Deutsche Telekom und Vodafone, alleine für die 800 Megahertz-Frequenzen, jeweils über 1,1 Milliarden Euro an die Bundesnetzagentur bezahlt. Zwischen 30 und 50 Euro müssen Kunden im Monat hinblättern, um eine Bandbreite von 21 bis 50 Megabit zu bekommen.

Ein weiteres Manko der LTE-Tarife ist die Volumenbegrenzung. So bieten die verschiedenen Anbieter unterschiedliche Tarife mit unterschiedlichen Volumengrenzen an. Marktüblich sind zur Zeit Grenzen von 10 Gigabyte bis 30 Gigabyte. Gerade für ländliche IT-Unternehmen ist dies ein Kostenfaktor. Die Erhöhung des Datenvolumens kostet nämlich extra.

Summa summarum lohnt sich ein teurerer LTE-Anschluss dennoch. So erspart sich der Anwender viel Wartezeit und Ärger. Neue Drucker-Technologien, wie die Druckaufträge über das Internet an den eigenen Drucker zu senden, funktionieren auch nur mit einer zuverlässigen Internetleitung.

Bildquelle: © bluedesign – Fotolia.com


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