Die Tätowierung des eigenen Körpers ist eine Prozedur für die Ewigkeit, die im allgemeinen erst nach reiflichen Überlegungen und nach Abwägung aller Vor- und Nachteile in Frage kommt – wie sieht aber die richtige Reaktion aus, wenn die brandneue Tätowierung nun schlampig und fehlerhaft aufgetragen wurde? Sollten Sie mit dem Ergebnis nicht zufrieden sein, haben Sie als Betroffener unmittelbaren Anspruch auf Schmerzensgeld sowie auf die Erstattung der Korrekturkosten. Die Nachbesserung muss dabei nicht zwingend durch den gleichen Tätowierer erfolgen.

Nach missglückten Tattoos korrekt reagieren

Als Tätowierer auf den Jugendschutz achten

Ein chinesischer Schriftzug, eine sich windende Schlange am Unterschenkel oder das Gesicht von Steve Jobs – Tätowierungen waren schon immer etwas sehr Symbolhaftes und eine Veränderung für das ganze Leben. Das Stechen eines Tattoos ist heutzutage prinzipiell für jede Person möglich, solange mindestens das achtzehnte Lebensjahr erreicht ist. Ist die Volljährigkeit noch nicht erreicht, dann ist eine Tätowierung nur mit einer Einverständniserklärung der Eltern zulässig. Wird darauf nicht geachtet, steht es den Eltern prinzipiell offen das Geld für die geleistete Arbeit zurückzuverlangen oder darüber hinaus sogar zusätzlichen Schadensersatz zu verlangen. Unter sechzehn Jahren ist es übrigens auch mit einer Einverständniserklärung nicht möglich sich ein Tattoo stechen zu lassen.

Zwischen dem Tätowierer und Kunden besteht ein besonderes Vertrauensverhältnis

Mit dem Stechen eines Tattoos sind immer auch Schmerzen und gewisse gesundheitliche Risiken verbunden. Dies ist auch der Grund, warum zwischen dem Tätowierer und seinem Kunden von einem entsprechendem Vertrauernsverhältnis auszugehen ist. Weicht die tatsächliche Tätowierung von der vorher festgelegten Zeichnung ab, gilt dieses Verhältnis als verletzt. Der Kunde erlangt dadurch das Recht auf Schadensersatz oder auf eine entsprechende Nachbesserung – diese muss allerdings nicht zwingend im gleichen Tattoo-Studio erfolgen. Besonders beliebte Fehler in der Tätowierbranche sind im Übrigen falsch geschriebene Wörter einer exotischen Sprache – auch grammatikalische oder semantische Fehler sind hier keine Seltenheit.

Bildquelle: © BlueSkyImages – Fotolia.com

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