Bei zahlreichen Tintenstrahldruckern entstehen die Druckerzeugnisse mit Hilfe des thermischen Druckverfahrens. In diesem Verfahren spielt Hitze eine besondere Rolle, da die Tinte durch ihren Einfluss aus dem Druckkopf heraus auf das Papier gelangt.

Ebenso weit verbreitet wie das thermische ist jedoch auch das Piezo-Druckverfahren. Der folgende Artikel verrät, wie mit Hilfe von Piezo-Kristallen ein hochwertiger Ausdruck entsteht.

Verformte Piezo-Kristalle pressen die Tinte aus dem Druckkopf

Beim Piezo-Druckverfahren läuft der gesamte Druckvorgang auf einer rein mechanischen Basis ab. Während die Tinte beim thermischen Verfahren – wie bereits beschrieben – durch einen Erhitzungsprozess auf das Papier gelangt, kommen beim Piezo-Verfahren spezielle Kristalle zum Einsatz: Die Piezo-Kristalle. Sie sind gleichzeitig die Namensgeber des Druckverfahrens.

Sobald eine Spannung auftritt, zeigen Piezo-Kristalle ein ganz bestimmtes Verhalten: Sie verformen sich. Durch diese Verformung entsteht Druck im Druckkopf, der die Tinte aus den Patronen hinaus auf das Papier befördert – ähnlich dem Druck, der beim thermischen Verfahren durch die Bildung der Dampfblase entsteht.

Das Piezo-Verfahren bietet zwei besondere Vorteile

Das Besondere am Piezo-Verfahren ist auf der einen Seite die hohe Geschwindigkeit, mit der sich die Kristalle verformen. Diese ermöglicht es, die Tinte besonders schnell abzugeben, und beschleunigt damit gleichzeitig den gesamten Druckprozess. Auf der anderen Seite überzeugt die Technik durch ihre Langlebigkeit: Da Piezo-Druckköpfe sehr lange haltbar sind, werden sie in den meisten Fällen fest in den Drucker integriert. Lediglich die Tintentanks müssen nach einer gewissen Zeit ausgewechselt werden, jedoch nicht der Druckkopf selbst, was sich für den Verbraucher als deutlich günstiger herausstellt.

Bildquelle: © kebox – Fotolia.com


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