Googles Project Ara

13. Mai 2014

Hinter der Bezeichnung „Project Ara“ verbirgt sich ein von Google durchgeführtes Projekt mit dem Ziel, ein modular aufgebautes Smartphone zu entwickeln. Das Besondere dabei: Die Handybesitzer sollen zukünftig die Möglichkeit haben, die einzelnen Bestandteile des Mobiltelefons nach eigenen Wünschen zusammenzustellen und somit individuell anzupassen.

Googles Project Ara

Der Plan sieht vor, dass sogenannte Exoskelette als Basisprodukt dienen – diese lassen sich später mit verschiedenen Modulen individuell ausrüsten. Somit hat der Besitzer die Möglichkeit, beispielsweise das Display problemlos durch ein anderes zu ersetzen. Denkbare Alternativen wären auch das Austauschen der Akkus. Innerhalb des Exoskeletts sorgen Magneten für die Fixierung der einzelnen Bestandteile. Das Langzeitziel des Project Ara ist es, die Kosten für das Smartphone und die Menge des anfallenden Elektroschrotts auf lange Sicht zu reduzieren.

In Planung: Leitende Tinte für das neue Handy

Das Unternehmen 3D Systems erforscht momentan in Kooperation mit der Carnegie-Mellon-Universität verschiedene Einsatzmöglichkeiten von leitender Tinte beim Betrieb der einzelnen Module. Auf diese Weise ließen sich leitende Gegenstände, wie beispielsweise die Antenne, in einem Rutsch mit der Restkomponente anfertigen, ohne das diese separat hergestellt und per Hand angebracht werden müssten. Die einzelnen Komponenten sollen sich bequem und problemlos per 3D-Druckverfahren herstellen lassen.

Optimierter Herstellungsprozess

Für den Herstellungs- bzw. Druckprozess hat sich das Team von 3D-Systems einige Optimierungsmaßnahmen einfallen lassen. Während 3D-Drucker bisher während des Druckvorgangs je nach Erfordernis die Arbeitsgeschwindigkeit änderten, sollen die neuen Geräte während der gesamten Betriebszeit für eine gleichmäßige Druckgeschwindigkeit sorgen. Dies führt laut Aussage des Unternehmens zu einer signifikant schnelleren Druckgeschwindigkeit. Erstmals im Herbst des vergangenen Jahres ging die damalige Google-Tochter Motorola mit den ersten News über das Project Ara an die Öffentlichkeit. Letzten Monat trat das Projekt mit der ersten offiziellen Entwicklerkonferenz in die nächste Phase ein. Während Google lediglich die Rahmen produziert, stammen die einzelnen Module ausschließlich von Drittanbietern. Weiterhin plant Google die Veröffentlichung eines offiziellen Stores für die Produkte.

Bildquelle: © PureSolution – Fotolia.com


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