In der heutigen Zeit scheinen Stress und Leistungsdruck mit dem Arbeitsalltag vieler Menschen einherzugehen. In immer kürzeren Zeitabständen gilt es, die täglich anfallenden Aufgaben zu erledigen. Diese Situation führt dazu, dass viele Arbeitnehmer auch nach Dienstschluss noch gedanklich bei der Arbeit sind.

Doch nicht nur das: Smartphones und Co. ermöglichen es außerdem, dass Angestellte auch nach Feierabend erreichbar sind und in ihrer Freizeit E-Mails beantworten oder Projekte abschließen.

Ständige Erreichbarkeit für zu körperlicher und seelischer Erschöpfung

Arbeitnehmer, die auch nach ihrem Feierabend noch erreichbar sein müssen, sind einem besonders großen Druck ausgesetzt. Sie haben kaum eine Möglichkeit, eine klare Grenze zwischen Beruf und Privatleben zu ziehen, was unweigerlich zu körperlicher und seelischer Erschöpfung führt. Hieraus resultieren nicht selten physische Beschwerden wie zum Beispiel Kopfschmerzen. Die ständige Erreichbarkeit kann sich jedoch auch auf die Psyche auswirken und verursacht nicht selten ein Burnout, mit dem die Betroffenen eine lange Zeit zu kämpfen haben. Kann ein Arbeitgeber also wirklich verlangen, dass seine Mitarbeiter immer und überall erreichbar sind?

Der Arbeitsvertrag regelt die Erreichbarkeit

Ob ein Angestellter auch nach Dienstschluss noch erreichbar sein muss, hängt in erster Linie von seinem Arbeitsvertrag ab. Schreibt dieser feste und geregelte Arbeitszeiten vor, können Vorgesetze von ihren Mitarbeitern keine ständige Erreichbarkeit in der Freizeit verlangen. Wurden jedoch keine festen Regelungen zur Arbeitszeit vereinbart, kann ein Arbeitgeber auch nach Feierabend die Erreichbarkeit seiner Mitarbeiter einfordern. Arbeitnehmer, die ständig erreichbar sein müssen, haben allerdings einen Vergütungsanspruch auf alle beruflichen Tätigkeiten, die sie in ihrer Freizeit ausgeübt haben.

Bildquelle: © drubig-photo – Fotolia.com


Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>