Drucken im Weltall

24. Februar 2014

Der Einsatz von 3D-Druckern ist heutzutage nun wirklich kein brandaktuelles Thema mehr. Denn sowohl in der Kunst, in der Architektur, in der Medizintechnik oder auch im Maschinenbau befinden sich diese Drucker bereits längere Zeit im Einsatz. Neu ist hingegen das Vorhaben des US-Unternehmens Tethers Unlimited, welches im Auftrag der amerikanischen NASA an der Entwicklung von autonom agierenden 3D-Druckern für den Einsatz im Weltall arbeitet.

Drucken im Weltall

3D-Drucker unterstützen die Konstruktion im All

Spider Fab lautet hierbei der Name eines spinnenartigen Roboters, welcher zukünftig in der Lage sein wird, aus einem speziellen Polymer selbstständig stabile Träger herzustellen. Diese werden daraufhin von Spider Fab zu Gitterkonstruktionen zusammengesetzt, um auf dieser Basis tragbare Module zu konstruieren. Parallel dazu befindet sich ein weiteres System, mit der Bezeichnung Trusselator, in der Entwicklung. Auch hierbei handelt es sich um eine autonom agierende Einheit für die Arbeit in der Schwerelosigkeit, die später für den Aufbau von Gitterträgern und Solaraggregaten eingesetzt werden soll.

Wegweisender Fortschritt?

Die Idee hinter Projekten wie Spider Fab und Trusselator basiert auf einem nicht unerheblichen logistischen Problem. Module und Ausrüstungsgegenstände, welche im Zuge von Konstruktionsarbeiten im Weltall benötigt werden, sind maximal so groß wie die Frachtbehälter die sie in den Orbit transportieren. Zwangsläufig ist dadurch die Größe der Ausrüstung stark eingeschränkt. Werden die benötigten Materialien allerdings unmittelbar im Orbit erstellt, existiert in dieser Hinsicht keinerlei Einschränkung mehr. Das ermöglicht die Konstruktion von beliebig großen Antennen- und Solarsystemen, wodurch auch die Effektivität in Bezug auf Energieleistung, Reichweite und Bandbreite ansteigt. Für eine erste Demonstration von Spider Fab wird momentan das Jahr 2020 angepeilt. Um das Vorhaben zu verwirklichen erhielt das in Washington angesiedelte Unternehmen Tethers Unlimited einen Vertrag in Höhe von 500000 US-Dollar.

Bildquelle: © apfelweile – Fotolia.com


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