Waren bis zum Ende des 19. Jahrhunderts das Tintenfass und ein Stiel mit Stahlfeder auf jedem Schreibtisch vertreten, so finden wir heute moderne Füllfederhalter, die bei richtigem Gebrauch tintenklecksfrei schreiben. 1883 in New York erfand ein Versicherungsangestellter den modernen Füller, so wie wir ihn heute kennen.

Dank des Füllfederhalters ist Schreiben mit Tinte kinderleicht

Das Innenleben bestand aus dem gleichen Tintenleitsystem, dass immer noch in den Füllern Verwendung findet.

Innovative Erfindung ermöglicht Schreiben ohne Tintenflecke

Einzigartig an dem System ist, dass es damit möglich war, einen gleichmäßigen Tintenfluss aufs Papier bringen zu können. Über die sogenannte Tintenleiter kann die Tinte aus der Patrone über den Kollektor bis zur Spitze gelangen. Der Kollektor ist dabei das regulierende Element, er besteht aus feinen Lamellen und seine Aufgabe ist die Regulierung der passenden Menge an Tinte. Der Druck auf die Federspitze zeigt dem Kollektor an, wieviel Tinte er „fließen“ lassen muss. Je Breiter eine Feder ist, umso mehr Tinte wird verbraucht. Und auch die Schreibgeschwindigkeit ist ein Kriterium dafür, wieviel Tinte verbraucht wird. Je schneller der Schreiber schreibt, umso mehr Tinte muss aus der Patrone gefördert werden.

„Mein Füller ist ein echter Parker!“

Damit sich die Patrone im Inneren des Füllers nicht zusammenzieht, also kein Vakuum entsteht, wird die herausgezogene Tinte ganz einfach durch Luft ersetzt. Nicht nur der Versicherungsagent in New York tüftelte an innovativen, neuen Schreibgeräten herum. Auch George S. Parker sorgte mit seiner Erfindung einer gebogenen Tintenleiter dafür, dass sich das moderne Schreibgerät Füllfederhalter bis heute durchgesetzt hat. Und auch der Name Parker ist bis heute ein Synonym für Qualität – nicht umsonst hören wir heute oft noch den Ausspruch „… das ist ein echter Parker-Füller!“.

Bildquelle: © Eisenhans – Fotolia.com


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