Eigentlich war es nur ein Zufall welcher den Amerikaner Lewis Edson Waterman zum Erfinder des beliebten Füllfederhalters machte. Die Geschichte dahinter ist schnell erzählt: Der gelernte Versicherungsmakler wartete bereits längere Zeit auf die Unterzeichung eines wichtigen Vertrages. Doch als der lang ersehnte Zeitpunkt endlich gekommen war, ereignete sich dieser vollkommen anders als geplant. Beim Unterzeichnen ergoss sich ein großer Schwall Tinte über die wichtige Urkunde. Waterman war klar: Eine Alternative muss her. Derart beflügelt suchte Waterman einer Möglichkeit die klassische Feder zu ersetzen – der Füllfederhalter war erfunden. Das Patent für den „fountain pen“ folgte am 12. Februar 1884.

130 Jahre Füllfederhalter – eine Erfolgsstory

Neuartige Technologie

Zugegeben, so ganz innovativ war die Idee hinter Watermans erstem Entwurf nicht, denn schon vorher wurde vermehrt mit Tinte und Metallfeder geschrieben. Dennoch hatte das traditionelle Schreibwerkzeug auch seine Tücken – sie kratzte beispielsweise über das Papier und hinterließ regelmäßig Tintenpfützen auf dem Papier. Um dieses Probleme bereits im Vorfeld auszuschließen entwickelte Waterman eine geniale und dennoch einfache Lösung: Ein kleines Loch in der Feder sorgt für einen gleichmäßigen Flüssigkeitslauf und unterband somit das Verschmieren der Tinte. Nach seiner Patentierung konzentrierte sich Waterman nur noch um die händische Produktion seiner Erfindung. Er erhielt jedoch schnell Konkurrenz, zuerst durch seinen amerikanischen Landsmann George Paker und dann in Form des Deutschen Friedrich Soennecken.

Auswirkungen auf die Zukunft

In den Folgejahren revolutionierte die Erfindung des Füllfederhalters sowohl die Privathaushalte als auch die Geschäftswelt. Durch das „sichere“ Schreibgerät ließ sich das Verschmieren und Bekleckern der Schreibblätter bereits im Voraus ausschließen. Zudem waren die Füllfederhalter für so gut wie jede Person erwerbbar, da sich die Preise dank Massenproduktion und die erschwinglichen Materialien in Grenzen hielten.
Heutzutage gelten Füllfederhalter, neben der Vielzahl an alternativen Schreibgegenständen, als vergleichsweise exotisch. Besonders bei der Unterzeichnung von wichtigen Dokumenten und millionenschweren Verträgen kommen die edlen Stifte jedoch nach wie vor zum Einsatz – denn damit wird die Bedeutung von besonderen Ereignissen stilvoll unterstrichen.

Bildquelle: © Alfonso de Tomás – Fotolia.com


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